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Gemeinschaftshaus Heudorf soll billiger werden

Baukostenkontrolleure und Architekt ermitteln ein neues Gesamtbudget von rund 1,43 Millionen Euro
Zeitungsartikel aus der Schwäbischen Zeitung vom 22.07.2014 - Der geplante Um- und Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Heudorf beschäftigt Dienstagabend den Gemeinderat Meßkirch: Das mit der Baukostenkontrolle beuaftragte Architekturbüro Mauch und Offner aus Meßkirch und der zuständige Architekt Manfred Fetscher aus Illmensee haben sich zusammengesetzt und Einsparmöglichkeiten ermittelt. Im Rat werden nun die Ergebnisse vorgestellt. Laut eines Gutachtens vom 11. Juli des Büros Mauch und Offner soll sich das Gesamtbudget jetzt auf rund 1,43 Millionen Euro belaufen und sich damit im Kostenrahmen bewegen, dem die Räte zugestimmt hatten.

Wie die Schwäbische Zeitung berichtete, hatte das Baukostencontrolling Ende Mai ergeben, dass die veranschlagten Baukosten für das Projekt rund 270000 Euro teurer ausfallen würden, als ursprünglich von Fetscher kalkuliert. Statt 1,4 Millionen Euro beliefen sich die Baukosten nach Ansicht der Kontrolleure auf rund 1,66 Millionen Euro.

Kontrolleure und Architekt beraten Einsparmöglichkeiten

Bei einer gemeinsamen Besprechung am 25. Juni haben Florian Offner und Manuel Mauch zusammen mit dem Büro Fetscher Möglichkeiten ermittelt, um die Kosten zu senken. So wurden in den Bereichen Abbrucharbeiten, Rohbauarbeiten, Dachkonstruktion und Deckungen, Fassadenarbeiten, Innenbereich und Haustechnik Einsparmöglichkeiten definiert.So sollen etwa Decken- und Bodenbeläge im Musikraum erhalten bleiben, Deckenbekleidungen durch kostengünstigere Alternativsysteme ersetzt werden, der Öffnungsflügel am Eingangselement der Feuerwehr reduziert oder die Deckenbeleuchtung in Einzelräumen reduziert werden. Neben dieser Anpassung der Gewerke haben die Architekten auch Einsparungen durch Bauhelfer und Eigenleistungen ermittelt.
Hier geht das Gutachten bei einer Bauzeit von 15 Monaten von rund 1680 Arbeitsstunden aus, die die Vereinsmitglieder als Bauhelfer leisten. Der eingesparte Stundenlohn eines Handwerkers durch einen Bauhelfer der Vereine würde 30 Euro netto pro Arbeitsstunde betragen.

Rund 60000 Euro Ersparnis dank Eigenleistungen möglich

Da die Bauhelfer sich selbst versorgen fallen keine Kosten für Verpflegung und Unterhalt an. Zudem können Bauhelfer bei öffentlichen Projekten nicht versichert werden, was ebenfalls zu keinen zusätzlichen Kosten führt. Die geschätzte Einsparung bei den Personalkosten beläuft sich auf rund 60000 Euro. Da sich Baupreise erfahrungsgemäß konjunkturbedingt positiv oder negativ auf das ermittelte Budget auswirken können, empfiehlt das Büro Mauch und Offner einen Puffer in Höhe von fünf Prozent. „Dies würde einer Budgeterhöhung von derzeit rund 65000 Euro brutto entsprechen“, so das Gutachten. Zudem müssen die Baukosten während der Planungs- und Ausführungsphase weiter erfasst und überprüft werden, um auf Veränderungen reagieren zu können.

In der heutigen Sitzung soll die Öffentlichkeit Details des Baukosten-Gutachtens und Informationen zum Sachstand erhalten.

Die Sitzung des Gemeinderats Meßkirch findet Dienstagabend um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Wahl der Ortsvorsteher und der Vertreter in sonstige Verbände und Kuratorien. Zudem wird über einen Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Wohngebiet „Am Unterwasser“ beraten.
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